Fragen und Antworten zum Ganztag

1. Grundsatzfragen

Frage: Ganztag - was heißt das?

Antwort: Dem ganztägigen Lernen in der Schule liegt ein ganzheitliches Bildungsverständnis zugrunde. Vor- und Nachmittag wachsen unter dem Dach der Schule zu einer zunehmenden Einheit zusammen.

Dadurch erhöht sich nicht nur der Zeitumfang des gemeinsamen Lernens, sondern wir beobachten auch eine positive Veränderung der „Lernfreude“ bei den Schülerinnen und Schülern. Durch schülerorientierte Arbeitsformen, in denen gegenüber Halbtagsschulen mehr Zeit zur Verfügung steht, erreichen wir eine spürbare Vertiefung des erworbenen Wissens. Neben gezieltem Förderunterricht und einer umfangreichen Hausaufgabenbetreuung durch Fachkräfte und ältere Schüler werden auch Neigungskurse angeboten (Naturwissenschaften, Kunst-Musik, Sport, Mathematik, Astronomie etc.).

Darüber hinaus ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler durch gemeinsame Freizeitgestaltung und erweiternde klassen- bzw. jahrgangsübergreifende Lernangebote umfangreichere Sozialkontakte (z.B. in der Mittagspause, bei den Mittagsangeboten, bei jahrgangsübergreifenden Projektangeboten, in der Hausaufgabenbetreuung etc.).

Frage: Was bedeutet das für mein Kind?

Antwort: Es bedeutet, dass den Schülerinnen und Schülern am EG mehr Lernzeit zur Verfügung steht, damit das Abitur nach 8 Jahren ohne wesentliche Abstriche beim Anspruchsniveau erreicht werden kann. Um die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler besser berücksichtigen und um besser individuell fördern zu können, wird die Verkürzung der Schulzeit bei uns am EG als Ganztagsangebot organisiert.

Frage: Heißt das, es gibt mehr Unterricht schon ab der fünften Klasse?

Antwort: Im Ganztagsgymnasium ist der Schulbesuch an drei Tagen (Montag, Mittwoch, Donnerstag) von 7.55 Uhr bis 15.00 Uhr für alle Kinder in der 5. Klasse verpflichtend. Fachlehrer der Schule unterrichten, betreuen und fördern die Kinder in dieser Zeit. An den beiden anderen Tagen können die Schüler freiwillig an den offenen Ganztagsangeboten der Schule teilnehmen. Auch diese zusätzliche Lernzeit wird durch Fachlehrer der Schule gestaltet, so dass eine optimale Förderung der Stärken und Schwächen möglich ist. Im Ganztagsbereich der Orientierungsstufe werden die vorgeschriebenen Wochenstunden, die für alle gymnasialen Kinder Pflicht sind, im Gegensatz zu den Halbtagsgymnasien besser verteilt und um die Neigungs- und Förderstunden sowie die Hausaufgabenbetreuung erweitert.

Frage: Entstehen durch das Angebot der zusätzlichen Lernzeit und damit der zusätzlichen Förderung Kosten?

Antwort: Für die Eltern der Schülerinnen und Schüler entstehen keine Kosten. Nur das Mittagessen in der Schule sowie die Schließfächer für die Schüler sind kostenpflichtig.

 

2. Organisatorische Fragen

Frage: Wie sieht es mit Pausen und Mittagessen an den langen Tagen aus?

Antwort: Für die Schüler, die über Mittag in der Schule bleiben, wird ein Mittagessen angeboten und es bleibt auch Zeit für Spiel, Sport oder Ähnliches. Der Unterricht wird vorwiegend in Doppelstunden erteilt, so dass sich für die Schüler eine Verringerung der Fächer pro Schultag ergibt. Außerdem wollen wir den Unterricht rhythmisiert gestalten, also in einem Wechsel von Belastung und Entspannung.

Frage: Gibt es am EG eine Mensa?

Antwort: Ja, die Mensa wurde im August 2010 fertiggestellt.

Frage: Wenn mein Kind bis zum Nachmittag in der Schule bleibt, hat es dann eine längere Mittagspause?

Antwort: Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 haben in der 6. Stunde (von 12:20 bis 13:15Uhr) eine fast einstündige Mittagspause. Diese wird sowohl zur Einnahme des Mittagessens als auch zum Spielen und Entspannen genutzt. Alle anderen Klassen haben diese Mittagspause von 13:10 bis 14:00 Uhr.

Frage: Kann mein Kind das Mittagessen selbst auswählen?

Antwort: Ja, denn alle Kinder haben Vorlieben und Abneigungen, die wir respektieren. Die Schüler und Schülerinnen wählen aus verschiedenen Gemüsesorten, Sättigungsbeilagen, Soßen und Salaten aus und stellen sich ihr Essen selbst zusammen. Nur die Hauptkomponente, Fleisch oder Fisch, wird vorbestellt. Es wird auch ein vegetarisches Gericht angeboten. Nachtisch und Wasser (mit und ohne Kohlensäure) sind inklusive.
An jedem Tag helfen Mütter aus dem Mensateam bei der Essensausgabe und achten auf eine ausgewogene Kost.

Frage: Was kostet das Mittagessen und wie bestelle ich es?

Antwort: Ein Essen kostet 3,50 Euro. Bei großem Appetit kann Ihr Kind mehrfach nachnehmen. Sie können das Essen mittels dieser Schulhomepage (Mensa/i-NET-Menue) tageweise oder wöchentlich bestellen. Die Essensausgabe erfolgt per Chip, also ohne Bargeld.
Nähe Informationen dazu erhalten Sie am ersten Schultag.

Frage: Wie beschäftigt sich mein Kind nach der Einnahme des Mittagessens?

Antwort: Nach dem Mittagessen ist Zeit zum Spielen, Toben, Lesen und Entspannen.
Da jedes Kind andere Bedürfnisse hat, bieten wir an jedem Tag von Lehrern betreute Spiel- und Entspannungsangebote an. Ebenfalls gibt es auf dem Schulgelände verteilt Sitzbänke, sodass man sich auch mal zurückziehen kann.

Frage: Wie sieht es mit dem Bustransport aus?


Antwort: Da der Unterricht wie bisher um 7.55 Uhr beginnt, ändert sich vormittags nichts. Für die Schülerinnen und Schüler im Ganztagsgymnasium bestehen Busverbindungen nach 15.00 Uhr in alle Richtungen.

Frage: Ändert sich etwas an den Klassengrößen?

Antwort: Nein, die Klassenstärken bleiben unverändert. In den Neigungsgruppen und der zusätzlichen Lernzeit können je nach Angebot auch kleine Gruppen gebildet werden.

Frage: Was passiert mit den Schülerinnen und Schülern, die nicht so erfolgreich sind?

Antwort: Im Ganztagsgymnasium gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten der individuellen Förderung, weil Schüler und Lehrer länger zusammenarbeiten. Wir können uns einfach mehr Zeit nehmen. Unser sehr erfolgreiches Schüler-Nachhilfe-Projekt (Schüler helfen Schülern) wird fortgeführt.

Frage: Werden noch Hausaufgaben zu machen sein, wenn ja in welchem Umfang?

Antwort: Nachbereitung und Vorbereitung des Unterrichts finden an den Ganztagen in der Lernzeit statt. Grundsätzlich entfallen also die Hausaufgaben - ein mittleres Lern- und Arbeitstempo vorausgesetzt - für die Schülerinnen und Schüler an den Tagen mit Nachmittagsunterricht, aber z.B. vertiefendes Vokabellernen, Lektüre lesen, Vorbereitung der Klassenarbeiten und längere Projektarbeiten müssen zu Hause gemacht werden. Der Umfang ist allerdings viel geringer als im herkömmlichen System.

 

 

3. Anmeldemodalitäten

Frage: Wie kann ich mein Kind am EG anmelden?

Antwort: Das bisherige Anmeldeverfahren bleibt bestehen. Sie melden ihr Kind zu den mitgeteilten Zeiten mit dem Zeugnis der Klasse 4.1, der Empfehlung der Grundschule, dem Anmeldeschein sowie einer Kopie der Geburtsurkunde am EG an.

Frage: Wo bekomme ich mehr und genauere Informationen?

Antwort: Über das Schulprogramm am EG informieren wir auf einem Elterninformationsabend und dem Tag der offenen Tür im Dezember in unserem Hause. Zudem laden wir Sie ein, auf unserer, wir hoffen, sehr informativen Homepage www.eg-lippstadt.de zu surfen.


Dagmar Liebscher