Sonntag:

Um 6 Uhr morgens trafen wir uns in Lippstadt am Bahnhof und fuhren mit der Bahn bis zum Flughafen Köln-Bonn. Dort ging mittags der Flug nach Olbia auf Sardinien, von wo aus wir direkt mit dem Taxi abgeholt wurden. Erstaunlicherweise sprach der Taxifahrer fließend Deutsch und erzählte uns auf der zweistündigen Fahrt nach Bosa viel über die sardische Kultur, Gewohnheiten und schönen Orte in der Nähe von Bosa. Nachdem wir vor dem Hotel, wo die Lehrer übernachteten, ankamen, mussten erstmal unsere Gastschüler informiert werden, da niemand wirklich wusste wann wir ankommen sollten. Einige Minuten später kamen sie dann an und wir wurden herzlich von unseren Gastschülern begrüßt und zu ihnen nach Hause gebracht. Wir verbrachten den Rest des Tages mit ihnen. Zum Beispiel gingen wir Pizza essen und anschließend ins Daisy' s, eine Café-Bar, wo die meisten Jugendlichen ihre Zeit verbringen.

Montag:

Den Vormittag unseres ersten richtigen Tages auf Sardinien verbrachten wir in der Schule. Jedoch waren wir im Unterricht von Freunden unserer Gastschüler, da diese den ganzen Vormittag lang einen Test schreiben mussten. Im Englischunterricht stellten wir den Schülern, mit Hilfe von Google, Lippstadt und das EG vor. Zudem nahmen wir noch an Latein-, Mathe- und Geschichtsunterricht teil. In der Mittagspause gingen wir dann zum Café Daisy´s, welches eine beliebte Anlaufstelle ist. Dort warteten wir auf unsere Gastschüler. Zum Mittagessen ging es dann zurück zu den Gastfamilien. Am Nachmittag trafen wir uns dann alle am Fuß des Hügels, auf dem die Burgruine „Castello Malaspina“ steht, zu welcher wir dann auch hochgelaufen sind. Auf dem Rundgang der Burgruinen hatte man einen tollen Blick über Bosa und manche Gastschüler erzählten noch etwas zur Entstehung der Burg. Danach gingen wir noch etwas durch die Straßen von Bosa und besichtigten eine Kirche. Anschließend hatten wir Freizeit.

Dienstag:

Am Dienstag fuhren wir mit dem Bus nach Tresnuraghes, wo wir uns einen Vortrag über die Natur und die Früchtepopulation in der Region Bosa anhörten. Zudem wurde uns die Methode des Pflanzenveredelns gezeigt und manche durften die Methode selbst ausprobieren. Nach den Vorträgen ging es wieder zurück nach Bosa und wir hatten eine Mittagspause in den Familien. Am Nachmittag trafen wir uns wieder in der Schule und gingen von da aus zu Fuß zu einem örtlichen Museum, „Casa Deriu“. Dieses Museum zeigte eine Einrichtung eines Hauses in Bosa des 19. Jahrhunderts und eine Bildergalerie von meist heimischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Danach besichtigten wir noch ein Museum über die Lederbearbeitung, welche früher in Bosa war. Anschließend waren wir beim Bürgermeister von Bosa, welcher uns am Ende noch auf Getränke in seinem Büro einlud. Dort blieben aber nur die Erwachsenen und die Schüler hatten danach Freizeit, welche in Cafés oder in den Gastfamilien verbracht wurde.

 

Mittwoch:

Am Morgen ging es noch eben schnell nach Unterrichtsbeginn in das Klassenzimmer meiner Gastschülerin, um uns für den Tag anzumelden und anschließend wurden wir von einer Lehrerin zur anderen Schule begleitet, da die Lehrer sich Sorgen machten, wir würden entweder gar nicht erst hingehen oder unvorsichtig über die Straßen laufen… Nach ca. einer halben Stunde Warten fuhren wir mit dem Bus in Richtung eines Nationalparks, um uns anzuschauen, wie die Sarden früher lebten und „wanderten" zum Meer, um dort Mittag zu essen. Bei dieser Gelegenheit lernten wir die Polen und Türken besser kennen, da wir doch einen ganzen Weg vor uns hatten. Anschließend verbrachten wir noch gut zwei Stunden an dem zum Park zugehörigen Haus, aßen lernten uns kennen und warteten, dass der Bus uns wieder zurückbringen würde. Auf dem Rückweg hielten wir noch wenige Minuten in Tresnuraghes, einem hübschen kleinen Dorf, wo praktisch jede Hausfassade mit typischen Alltagssituationen aus dem 19. Jahrhundert bemalt ist. In der Schule angekommen teilten uns unsere Gastschüler mit, dass wir uns nun einen Vortrag über Geier aus der Region anhören müssten, sie jedoch für die Zeit nach Hause oder in die Stadt gehen würden. Es war leider sehr schwer etwas von dem Vortrag zu verstehen, da er auf Italienisch gehalten wurde und die übersetzende Englischlehrerin nur Bruchteile ins Englische übersetzen konnte. Danach verbrachten wir den restlichen Nachmittag im Daisy's und bei unseren Gastschülern zu Hause.

 

 

 

 

Donnerstag:

Der Donnerstag begann in der Schule, wo wir zunächst mit unseren Gastschülern für ca. eine Stunde in den Unterricht gingen. Um neun Uhr trafen wir uns dann alle um unsere Präsentationen über Tourismus, welche wir schon im jeweiligem Heimatland vorbereitet hatten, vorzustellen. Hiernach übernahmen die Lehrer aus Bosa und es entwickelte sich ein Gespräch über nachhaltigen Tourismus, an welchem auch wir Schüler teilnehmen durften. Nachdem wir unsere Vorträge gehalten haben gab es etwas zu Essen und wir hatten für ein paar Stunden Freizeit. Am Nachmittag trafen wir uns dann ein weiteres Mal um uns einen Vortrag über die Tierschutzarbeit in Bosa anzuhören. Gegen Abend gingen wir dann wieder ins Daisy´s und verbrachten die restliche Zeit zusammen.

Freitag:

Am Freitag fuhren wir morgens mit dem Bus alle zusammen nach Alghero, eine Stadt an der Nordwestküste Sardiniens. Die Fahrt, auf welcher wir viel von Sardinien sehen konnten, dauerte etwas über eine Stunde. In Alghero hatten wir die Möglichkeit uns in Kleingruppen frei zu bewegen und die Stadt zu erkunden. Zum Mittag fuhren wir wieder zurück nach Bosa und aßen bei unseren Gastfamilien zu Hause. Da dieses unser letzter Abend war, hatten unsere Gastschüler eine kleine Abschlussfeier vorbereitet. Wir trafen uns am Abend alle im Daisy´s und aßen und tranken ein letztes Mal zusammen um den Abend ausklingen zu lassen.

Samstag:

Am Samstagmorgen trafen wir uns mit Frau Opperbeck vor ihrem Hotel. Das Taxi, welches uns auch zu Beginn unserer Woche nach Bosa brachte, brachte uns dann zum Flughafen nach Olbia. Dort hatten wir noch etwas Aufentalt bis dann schließlich unser Flug startete. Diesmal landeten wir in Düsseldorf und nahmen von dort aus den Zug nach Lippstatd. In Lippstadt kamen wir um ca. 19.30Uhr an, wo wir dann von unseren Eltern abgeholt wurden.