Eintauchen in die Arbeitswelt bei ThyssenKrupp Rothe Erde in Lippstadt

Arbeitslosigkeit ist bei uns in Deutschland kein so großes Problem wie in anderen Ländern Europas. Die Arbeitslosenqoute sinkt sogar Jahr für Jahr. Doch woran liegt das? Was tun die Firmen um die Quote zu senken? Und wie schaffe ich es einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Diesen Fragen wollten wir auf den Grund gehen und haben am 20.02.2017 die Firma ThyssenKrupp Rothe Erde besichtigt. Diese produziert Großwälzlager und nahtlos gewalzte Ringe, die zum Beispiel in Kränen, Tunnelbaumaschinen und Windrädern zum Einsatz kommen. Mit 154.906 Mitarbeitern weltweit und ca. 1300 Mitarbeitern in Lippstadt ist die Firma ThyssenKrupp Rothe Erde ein Großkonzern, der auf der ganzen Welt produziert und Marktführer auf seinem Gebiet ist. Als wir auf dem Firmengelände ankamen, mussten wir zunächst alle unsere Handys abgeben, damit keine Informationen über Produktionsweisen verbreitet werden können. Im Rahmen einer Präsentation erhielten wir Informationen über die Firma, deren Geschichte und einen kleinen Einblick in die Produktion, die wir später noch besichtigen würden. Anschließend hat sich der Personalleiter für unsere Fragen zur Verfügung gestellt, und auch 2 Auszubildende berichteten über ihre schulische und berufliche Laufbahn. Nach der Sicherheitsunterweisung machten wir uns mit Schutzbrillen und Stahlkappenschuhen sowie Kopfhörern, über die der Führungsleiter mit uns auch in lauten Bereichen sprechen konnte, auf den Weg in die Produktion. In einer großen Halle wurden an unterschiedlichen Stellen die Großwälzlager bearbeitet und fertig gestellt. Wir bekamen einen genauen Einblick in die Arbeitsweisen und Aufgaben der Mitarbeiter. Als letztes besichtigten wir die Ausbildungsstätte, in der auch Teile produziert werden, die hinterher in der eigentlichen Produktion gebraucht werden. Jedes Jahr stellt die Firma 20-25 Auszubildende ein, da auch jedes Jahr 20-25 Mitarbeiter in Rente gehen oder die Firma verlassen. Sie stellen also in der Regel bedarfsgerecht ein. Um die 3 ½ oder 2 ½ Jahre lange Ausbildung machen zu können, braucht man entweder einen Hauptschul-, einen Realschulabschluss oder Abitur. Durch eine Prüfung, die jeder absolvieren muss, wird der Wissenstand des Bewerbers getestet. Natürlich gibt es da für die verschiedenen Arten von Abschlüssen verschiedene Tests. Nach einer absolvierten Ausbildung werden die Auszubildenden eingestellt und arbeiten dann fest in der Produktion.

 

                                                                                       Pia Rottstaedt (EF)