Studienfahrt des Physik-Leistungskurses nach München 2014

Die Studienfahrt des Leistungskurses Physik erfolgte im Jahr 2014 nach München. Ziel war es, neben einem Eindruck der bayerischen Gastfreundlichkeit und der touristischen Attraktionen, einen Einblick in die Wissenschaftsmetropole München zu erhalten. Die Stadt und das nähere Umland stellen ein wahres Mekka für Wissenschaftler aus allen Ländern der Welt dar. Zwei der renommiertesten Universitäten Deutschlands – die Technische Universität München und die Ludwig-Maximilians-Universität München – sowie zahlreiche Max-Plack-Institute und natürlich das Deutsche Museum, bilden eine in Deutschland nahezu einmalige akademische Konstellation.
Das Programm der Studienfahrt umfasste daher Besuche bei diversen Instituten und Einrichtungen:

Das Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) mit seinem Nobelpreisträger Prof Theodor Hänsch, lieferte uns eine Kostprobe aus dem Bereich der Quantenoptik. So gelingt es der Gruppe um Prof. Ferenc Kraus Laserpulse mit einer zeitlichen Länge von wenigen Attosekunden (1 as = 0,000 000 000 000 000 001 s) herzustellen. Prof. Matthias Kling und seine Mitarbeiter zeigten uns in einer Laborführung wie sie diese Laserpulse zur Untersuchung von Atomen, Molekülen und Nanostrukturen in einer bis dahin noch nicht erreichten zeitlichen Auflösung einsetzten.
Der Besuch des PhotonLab im hauseigenen Schülerlabor des MPQ war ebenfalls ein erstes Highlight und ließ so machen Schüler die ersten erfolgreichen Erfahrungen im Umgang mit Lasern und optischen Aufbauten machen.
Die nächsten Besuche umfassten nicht minder interessante und eindrucksvolle Einrichtungen wie einen Teilchenbeschleuniger und einen Forschungsreaktor. Hier zeigte sich einmal mehr die Vielseitigkeit der physikalischen Forschung: Die Untersuchung der Materie mit geladenen Teilchen und Neutronen reicht von der Bestimmung der Empfindlichkeit elektrischer Bauteile in Satelliten und Raumsonden bis hin zur Strahlentherapie bei Krebspatienten.
Die Frage nach außerirdischem Leben war kurz Thema des Besuches im Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) und wurde mit einem eindeutigen jein beantwortet. Doch auch die Berichte der Doktoranden aus den Bereichen Hochenergie- und der Infrarot-Astrophysik lieferten spannende Fragen und Antworten aus den aktuellen Gebieten dieser faszinierenden und vielseitigen Wissenschaft.
Der Besuch des Deutschen Museeums gehört praktisch schon zum Pflichtprogramm einer Münchenfahrt. Hier durfte eine Fachführung für Physik-Kurse ebensowenig fehlen wie die bekannte Vorführung zum Faradayschen Käfig. Aber auch die unzähligen Austellungen zu vielen Themen aus der technischen Welt sind jedem zu empfehlen.

Neben den wissenschaftlichen kamen die touristischen Attraktionen natürlich auch nicht zu kurz. Zwei Tage waren für diverse Attraktionen wie Museen, Stadtbummel und Shopping eingeplant, wobei die kullinarischen Genüsse von den Schülerinnen und Schülern (und den Lehrern)sicherlich auch näher untersucht wurde.