Die Grundsätze der Leistungsbeurteilung für das Fach Philosophie in der Sek II sind im Schulgesetz sowie in der Apo-GOSt festgelegt.

Lernerfolgsüberprüfungen sollen den Schülern die Möglichkeit geben, Kompetenzen, die sie erworben haben, wiederholt und in wechselnden Zusammenhängen unter Beweis zu stellen. Dabei sind alle vier ausgewiesenen Kompetenzbereiche (Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz) angemessen zu berücksichtigen (vgl. Kernlehrplan S. 42ff).

Die Anforderungen bei der zu erbringenden Prüfungsleistung lassen sich drei Anforderungsbereichen zuordnen, wodurch der Selbstständigkeitsgrad der erbrachten Prüfungsleistung transparent wird:

Anforderungsbereich I umfasst das Wiedergeben von im Unterricht behandelten Sachverhalten.

Anforderungsbereich II umfasst z.B. das Übertragen und Anwenden des Gelernten auf vergleichbare neue Zusammenhänge und Sachverhalte.

Anforderungsbereich III umfasst z.B. das Verarbeiten komplexer Sachverhalte, um zu selbstständigen Lösungen, Begründungen und Wertungen zu gelangen.

 

Im Fach Philosophie gibt es zwei Beurteilungsbereiche mit ihren jeweiligen Überprüfungsformen des Lernerfolgs.

1) Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“:

    - Klausuren: In der EF wird pro Halbjahr eine zweistündige Klausur geschrieben. In der Q1 und Q2 werden pro Halbjahr zwei dreistündige Klausuren geschrieben. Alle drei Anforderungsbereiche sind bei der Aufgabenstellung abzudecken.

    - Facharbeit: In der Jahrgangsstufe Q1 kann eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt werden. Diese schriftliche Hausarbeit soll die Schüler mit den Formen selbstständigen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen.

2) Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht/Sonstige Mitarbeit“:

    Dieser Bereich umfasst die im Unterrichtsgeschehen durch mündliche, schriftliche und ggf. praktische Beiträge sichtbare Kompetenzentwicklung der Schüler:

    - Beiträge können aus der Einzel- und Gruppenarbeit der Schüler im Unterricht hervorgehen: Dies kann z.B. die Präsentation von Arbeitsergebnissen und die Beurteilung der dargestellten Sachverhalte sein. 

- Beiträge in abgeschlossener Form können von Schülern vorbereitete Protokolle, Referate, Portfolios oder schriftliche Hausaufgaben sein.

    - Beiträge können auch durch schriftliche Übungen/Tests erbracht werden.

 

In beiden Beurteilungsbereichen müssen die Schüler auch mit bestimmten vorgegebenen Aufgabenstellungen (KLP S. 45) vertraut gemacht werden, weil diese im Rahmen der Leistungsbeurteilung zu den Überprüfungsformen des Lernerfolgs gezählt werden:

Z.B. Analyse eines philosophischen Textes

        Vergleich philosophischer Positionen/Texte

        Beurteilung philosophischer Positionen/Texte

 

Die Kriterien für die Notengebung werden den Schülern zu Beginn des Schuljahres transparent gemacht.