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Der Ganztag am Evangelischen Gymnasium

Dr. Wolfgang Diekmann, EG- SpiEGel 2010, "Ganztag am EG", S. 6-10



Flexibel und bedarfsgerecht

Nordrhein-Westfalen baut den Ganztag weiter zügig aus. So nehmen in der Primarstufe im Schuljahr 2009/10 mehr als 30 Prozent der Schulkinder am offenen Ganztag teil. In Lippstadt können die Eltern ihre Kinder inzwischen in allen Grundschulen für den offenen Ganztag anmelden. Nach Informationen der Stadt nehmen aktuell 700 Kinder dieses Angebot wahr. Am EG haben wir diese Entwicklung bereits früh registriert und aufgenommen. Die Nachfrage der Eltern nach einer verlässlichen Ganztagsbetreuung der Kinder wächst von Jahr zu Jahr. Die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen machen eine Neuausrichtung der Sekundarschulen notwendig. Erst mit dem Angebot der Landesregierung im Jahr 2009 wurde die Möglichkeit des Einstiegs in den gebundenen Ganztag auch für Gymnasien und Realschulen geschaffen. Diese Chance haben wir am EG sofort genutzt, um den seit Jahren eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Im Zuge einer verstärkten Bildungsgerechtigkeit und der verkürzten Schulzeit am Gymnasium (G8) ist der Ganztag nur die logische Konsequenz, den Schülerinnen und Schülern eine nachhaltige Bildung zu ermöglichen.

 

Dem Ausbau des Ganztags liegt ein neues Verständnis von ganzheitlicher Bildung zugrunde. Vor- und Nachmittag wachsen unter dem Dach der Schule zu einer zunehmenden Einheit zusammen. Es verändert nicht nur das Zeitbudget der Jugendlichen, sondern auch die Einstellungen und Arbeitsformen. Dementsprechend müssen die Arbeitszeiten des pädagogischen und  nichtpädagogischen Personals sowie die Angebotsformate in der Schule angepasst werden. Viele außerschulische Einrichtungen entdecken neue Wirkungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten
in der Schule.
Im gebundenen Ganztag sind die Schülerinnen und Schüler nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz an drei Tagen (Montag, Mittwoch und Donnerstag) mindestens sieben Zeitstunden (in der Regel von 8 bis 15 Uhr) in der Schule. Durch die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von neun auf acht Schuljahre ist der Nachmittagsunterricht auch in den Halbtagsgymnasien  unumgänglich. So ist durch die eingeführten „Ergänzungsstunden“ als Kompensation für eine fortfallende Jahrgangsstufe in den Klassen 5 und 6 an einem Nachmittag, in den Jahrgangsstufen 7 und 8 an zwei Tagen und in der Klasse 9 an drei Tagen Nachmittagsunterricht notwendig geworden. Daraus ergibt sich, dass im gebundenen Ganztag gegenüber den durch Unterricht  abgedeckten Zeiträumen in den Klassen 5 und 6 nur vier und in den Klassen 7 und 8 sogar nur zwei Stunden an zusätzlicher verpflichtender Anwesenheit auszugestalten sind. Die Schulen im gebundenen Ganztag erhalten aber einen 20-prozentigen Personalzuschlag für ihre ergänzenden und freiwilligen Angebote, an denen die Schülerinnen und Schüler teilnehmen können (z.B. nach 15:00 Uhr und/oder an einem vierten und fünften Tag der Woche). In der Unterrichtsorganisation wird den Schulen eine große Eigenverantwortung hinsichtlich der Verwendung des gesamten Zeitrahmens des Ganztagsbetriebes eingeräumt. So ist ihnen z.B. freigestellt, in den unteren Klassen einen größeren Zeitrahmen vorzusehen als in den oberen.


A. Rhythmisierung und Zeitstrukturmodelle


In Ganztagsschulen muss auch über eine veränderte Rhythmisierung und über alternative Zeitstrukturmodelle nachgedacht werden. Die einfache Verlängerung der üblichen 45-Minuten-Takte in den Nachmittagsbereich ist ausgeschlossen. Laut Zeitforscher Karl-Heinz Geißler sind die Erwachsenen von heute zu „Hochgeschwindigkeitsmenschen“ geworden. Indem der moderne Mensch „durch den Alltag hetzt“ und immer weniger Zeit für sich selber hat, verliert er immer mehr die Orientierung an seinem natürlichen biologischen Rhythmus (Siepmann u.a., 2006; Geißler, 2000). Während dieser permanente Zeitdruck in der Berufswelt von uns Erwachsenen als Ursache für zahlreiche Krankheitssymptome bekannt ist, liegen über Biorhythmusproblme bei Kindern und Jugendlichen in der Schule vergleichsweise wenige Untersuchungen vor (Bergmann/ Fiegenbaum, 2009). Die Ergebnisse der sogenannten Chronobiologie zeigen, dass die Körperfunktionen des Menschen in ihrer Gesamtheit einen natürlichen Wechsel von Aktivierung und Erholung bzw. von Anspannung und Entspannung zeigen (ebenda). Nach den Ergebnissen der neueren Forschung sind im Tagesrhythmus des Menschen zwei Gesichtspunkte von besonderer Bedeutung:

 

1. Der Basis-Ruhe-Aktivitäts-Rhythmus (BRAC) umfasst den gesamten Tagesverlauf und ist wichtig für den harmonischen und störungsfreien Ablauf aller Regulationsprozesse im Körper. Dabei umfasst eine Aktivierungsphase durchschnittlich etwa 90 bis 120 Minuten und eine Regenerations- und Ruhepause etwa 20 bis 30 Minuten. Die generelle Grundregel lautet, dass zwischenAktivierung und Erholung ein Verhältnis von 3 zu 1 bestehen sollte (Bergmann/Fiegenbaum, 2009).

2. Im biologischen Tagesrhythmus besteht eine Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit von der Tageszeit. Am Vormittag gibt es einen breiten Leistungsgipfel mit einem längeren Leistungsabfall in der Mittagszeit und einem nochmaligen Leistungsanstieg am späten Nachmittag bzw. frühen Abend (Siepmann, 2006). In einer Ganztagsschule muss daher der Schulalltag an die natürlichen Phasen der Anspannung und Erholung angepasst werden. Dieser Maxime sind wir am EG frühzeitig nachgekommen. Sie war eine der zentralen Voraussetzungen für den Einstieg
in den Ganztag. Die Umstellung auf das Doppelstundenmodell haben wir nach einer zweijährigen Erprobung erfolgreich vollzogen. Die Eltern-, Schüler- und Lehrerbefragungen haben für unsere Schuleein eindeutiges Votum für die Fortsetzung dieser Rhythmisierungsform ergeben (drei Doppelstundenblöcke, zwei Einzelstunden, zwei große Pausen im Vormittagsbereich sowie eine fünfzigminütige Mittagspause).


Der Ganztag in Europa

Manche Modelle im europäischen Ausland gehen deutlich weiter und  berücksichtigen damit die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen noch  konsequenter. So erlaubt beispielsweise eine Schule in Schweden (Futurum-  Schule) ihren Schülerinnen und Schülern, morgens länger zuschlafen, wenn sie  das möchten, und diese Zeit am Nachmittag anzuhängen (Appel, 2005). Zumindest ein späterer Unterrichtsbeginn würde dem natürlichen Tages- und Lernrhythmus der Kinder entsprechen und ihnen zugute kommen. So beginnen die Schulen in den europäischen Nachbarländern in der Regel zwischen 8:30 und 9:00 Uhr. So weit sind wir in Lippstadt noch nicht. Für derartige Umstellungen bedarf es auch entsprechender äußerer Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel einer Anpassung der Busfahrpläne sowie einer gemeinsamen Koordinierung aller weiterführenden Schulen.


B. Von Hausaufgaben zu Lernzeiten

Im Bereich der Hausaufgaben gibt es in Ganztagsschulen besondere Entwicklungserfordernisse. „Ganztagsschule und Hausaufgaben“ scheinen allein von der Begrifflichkeit her nicht zusammenzupassen (Boßhammer u.a., 2009). Wenn die Kinder einen Großteil des Tages in der Schule verbringen, dürfte nach Schulschluss keine Erledigung weiterer schulischer Aufgaben mehr anfallen. In der klassischen Halbtagsschule findet am Vormittag das Lernen  im Unterricht und am Nachmittag zu Hause (Hausaufgaben) statt. In der Ganztagsschule lernen und leben die Schüler den Vor- und Nachmittag in der Schule und gestalten die Lernzeit gemeinsam miteinander. Aus Hausaufgaben werden somit Lernzeiten. Dies gelingt nach unserer Erfahrung gut, wenn der Schultag in Phasen gegliedert ist.


(Un-)Sinn von Hausaufgaben

Das Thema „Hausaufgaben“ wurde und wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die persönlichen Einstellungen variieren zwischen den Extremen „unerlässlich“ bis „überflüssig“. Konsensfähig ist  jedoch die Aussage, dass den Lernenden die Anfertigung von Hausaufgaben nach einem Unterrichtstag von sieben Zeitstunden nicht mehr zumutbar ist, da das jugendliche Leben noch durch  andere Reize bereichert werden sollte als durch schulische. Seit den unterschiedlichen Leistungsstudien wissen wir hinlänglich, dass der Erfolg der schulischen Ausbildung sehr stark von der  Bildungsaffinität des Elternhauses abhängig ist (Boßhammer u.a; 2009). Auf die Hausaufgaben übertragen bedeutet dies, dass den Kindern ungleiche Unterstützungssysteme zuteil werden. Schwächere Schülerinnen und Schüler werden benachteiligt, besonders, wenn sie aus bildungsfernen Elternhäusern stammen. Zudem wissen wir Lehrer, dass von vielen Jugendlichen in der  Sekundarstufe I die Hausaufgaben oft eher unwillig, oberflächlich oder unvollständig angefertigt, wenn nicht gar von Mitschülern abgeschrieben werden. Darüber hinaus werden die Aufgaben nicht  selten so gestellt, dass sie nicht von allen Schülern verstanden werden. Auch die Nachbesprechung und die Würdigung der geleisteten häuslichen Arbeit kommen in der Praxis aus Zeitmangel häufig zu kurz, so dass sich die Heranwachsenden fragen, warum sie so fleißig waren. Der erwünschte Lernerfolg bleibt somit oftmals fragwürdig. Auch die Aufdeckung von falschen Lösungswegen  und Ergebnissen kann nicht immer garantiert werden.


Stand der Forschung

Die pädagogische Forschung kommt daher zu folgenden Ergebnissen: Die herkömmliche Hausaufgabenpraxis gehört auf den Prüfstand. Hausaufgaben nach dem bisherigen Muster sind nicht automatisch leistungsfördernd. Erst die Qualität der gestellten Aufgaben und das individuelle Feedback der Lehrer auf die  Bearbeitung der Aufgaben führen zum beabsichtigten Ziel (Trautwein, 2007). In Ganztagsschulen besteht nun die Möglichkeit, die Aufgaben durch Arbeits- und Übungsstunden in der Schule  unter Anleitung des pädagogischen Fachpersonals zu erledigen. Dies erfordert allerdings ein Umdenken, um zu einer nachhaltig veränderten Lernkultur in unseren Schulen zu gelangen. In diesen  Stunden können die Schüler selbstständiges Arbeiten und eine saubere Heftführung üben, Arbeiten unter Anleitung erfolgreich beenden, Vokabeln gemeinsam mit den Mitschülern lernen.  Des Weiteren haben wir am EG ein breites Individualförderprogramm für den Ganztagsbereich konzipiert, das den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen der Schülerinnen und  Schüler Rechnung trägt.


C. Die Mittagsfreizeit in der Sekundarstufe I

Die Gestaltung der Mittagspausenimmt in einer Schule mit längeren Verweilzeiten einen vollständig neuen Raum ein. Somit verwundert es nicht, dass derzeit in vielen Schulen der Sekundarstufe I die Gestaltung der Mittagsfreizeit sowie der Bau einer Schulmensa zu den aktuellen Themen gehören. Neben einer gesunden Mahlzeit in ansprechenden und geeigneten Räumlichkeiten sollte es   auch noch möglichst vielfältige Angebote der Freizeitgestaltung geben. Die Mittagszeit darf den Kindern nicht als „Zeitverschwendung“ und unnütze „Wartezeit“ erscheinen. Eine   Mittagsverpflegung mit attraktiven Entspannungs- sowie Neigungsangeboten sind wichtige Garanten für einen gelingenden Ganztag. Essen und Trinken sind unverzichtbare Bestandteile des  schulischen Lebens. Dadurch wird die Chance eröffnet, beim täglichen Verpflegungsangebot und bei der Ausgestaltung der pädagogischen Konzepte Theorie und Praxis der Ernährung miteinander zu verknüpfen. Kindern und Jugendlichen - dort wo sie leben und lernen - ein genussvolles und gleichzeitig gesundes Essen anzubieten, schafft die Basis für die Entwicklung eines  gesundheitsförderlichen Essverhaltens und ist eine Investition in die Zukunft der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit in Deutschland (Althoff, Tenberge-Weber, Verlemann, Zilske,; 2009).


Free-Flow: Essen nach Wahl

In intensiven Gesprächen mit unserem Caterer, der INITEC, haben wir uns für unsere neue Mensa darauf verständigt, dass wir unseren Schülern und Lehrkräften ein  Free-Flow-System anbieten werden. Dies bedeutet, dass die Menükomponenten an verschiedenen Ausgabestationen selbst zusammengestellt werden. Übliche Stationen sind:  Vorspeisen/Salatbüfett, Hauptspeisen, Nachspeisen und Getränke (Wasser). Wir haben uns in den letzten Monaten zahlreiche Schulmensen mit ganz unterschiedlichen Verpflegungssystemen angeschaut und sind letztlich zu dem Ergebnis gelangt, dass das Free-Flow- System durch die umfänglichen Wahlmöglichkeiten bei den Schülern den größten Zuspruch erfährt.


gemütliche Mensa

Neben einem ansprechenden Speiseplan ist es zudem wichtig, dass die Räumlichkeiten der Mensa freundlich und gemütlich ausgestattet sind. Die Mensa im klassischen Sinne mit Tischgruppen stellt sich insbesondere für die älteren Schüler als nicht attraktiv dar. Vielmehr werden heute Räume bevorzugt, die in Anlehnung an ein Bistro eingerichtet sind. Auch hier haben wir uns alternative  Einrichtungskonzeptionen in verschiedenen westfälischen Schulen angesehen und nach langen Abwägungsprozessen auch eine sehr ansprechende Einrichtungslösung gefunden. Durch die von uns von Anfang an favorisierte Lösung mit zwei getrennten Räumen haben wir die Möglichkeit, für die unterschiedlichen Altersstufen anders eingerichtete Räumlichkeiten zu gestalten. Neben einer ausreichenden Zeit, ihr Mittagessen  einzunehmen, sollen die Kinder darüber hinaus ihre Mittagsfreizeit auch dazu nutzen können, sich entsprechend ihren Wünschen und Bedürfnissen zu bewegen oder in Ruhe anderen Interessen nachzugehen. Freizeit bedeutet, den Schülerinnen und Schülern Freiräume und Zeiten zu  lassen, in denen sie nicht unter „Aufsicht“ sind. Im Rahmen der Mittagsangebote sind die Schüler aus verschiedenen Klassen unter sich; das Lehrpersonal ist vor allem Zuschauer, Mitspieler und  erst im „Notfall“ Aufsichtspersonal. In der Mittagsfreizeit lernen die Schüler miteinander zu kooperieren, sich selbstständig und spontan zu organisieren. Die Schüler können Angebote flexibel  wahrnehmen – ohne Verpflichtungen und Anwesenheitspflicht. Die Pausenzeiten werden somit für viele Kinder zu einem wichtigen Ausgleichsfaktor.


Bewegte Pause



In der Mittagspause können die Kinder auch ihren Bewegungsdrang ausleben.

Bewegung ist eines der  wichtigsten Grundbedürfnisse von Schulkindern (Althoff, Tenberge-Weber, Verlemann, Zilske; 2009). Die meiste Zeit verbringen die Jugendlichen in der Schule sitzend. Daher werden wir nach der  Fertigstellung der Mensa unsere vorhandenen Spielmöglichkeiten (Basketballkorb, Tischtennisplatten, DFB-Minispielfeld) um eine weitere Kleinspielfläche zwischen den beiden Turnhallen erweitern  (das nächste Projekt des Fördervereins), um dem gesteigerten Bewegungsbedürfnis der Kinder nachzukommen.

 

 


Ruhe-Pause



Die Mediothek bietet Möglichkeiten zum kontemplativen Rückzug.

Nicht alle Kinder wollen sich in ihrer Freizeit pausenlos  bewegen. Auch diesem Bedürfnis muss Rechnung getragen werden. In einer Ganztagsschule muss es daher auch Rückzugsmöglichkeiten geben, die über gemütliche Sitzgelegenheiten verfügen. Dies trifft sowohl für den Schulhof als auch für umgestaltete Klassenräume zu. Neben der Mediothek, dem SV-Raum sowie den Räumen im alten Pfarrhaus müssen wir zukünftig über weitere  Räumlichkeiten nachdenken. Neben der gewollten Nähe bei den verschiedenen Aktivitäten ist für zahlreiche Schüler auch die Möglichkeit zum Rückzug und zur Distanz notwendig. Freizeit muss  auch die Freiheit der Schülerinnen und Schüler einschließen, nichts tun zu dürfen – trotz vielfältiger Angebote. Ganztagsschule ist ein außerordentlich komplexes Thema. Die Gymnasien machen jetzt die Lernerfahrungen, die von den Gesamtschulen in den 70er und 80er Jahren gemacht wurden. Wir haben daher den Vorteil, viele gut gelungene Beispiele auf die Bedürfnisse des  Gymnasiums übertragen zu können. Das EG wird sich in den nächsten Jahren weiter verändern, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Allerdings können wir guten Mutes sagen, dass wir uns, getragen durch den hohen Zuspruch, auf einem guten Weg befinden.

Dr. Wolfgang Diekmann, EG- SpiEGel 2010, "Ganztag am EG", S. 6-10