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Förderverein ermöglicht Schulprojekt im Bibeldorf Rietberg

Mit Hand, Herz und Verstand - Religionsunterricht in vorbereiteter Umgebung

SCHULPROJEKT IM BIBELDORF RIETBERG am Freitag, den 26.8.2016

Am Freitagmorgen der ersten Schulwoche konnte man ein buntes geschäftiges Treiben, Lachen und aufgeregtes Durcheinander vor der Aula des Evangelischen Gymnasiums beobachten.

Mit viel Vorfreude und einigen kalten Getränken im Gepäck, denn es sollte ein sehr warmer Tag werden, versammelte sich die gesamte Jahrgangsstufe sechs, um sich mit drei Bussen auf den Weg nach Rietberg ins Bibeldorf zu machen.

Für die meisten war dies der erste Besuch im Bibeldorf, manche waren schon dort und wussten Spannendes zu berichten, allerdings hatte noch kein Schüler bzw. keine Schülerin an einem der bekannten Schulprojekte teilgenommen. Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins des Evangelischen Gymnasiums wurde es den Kindern ermöglicht, begleitet von Frau Weber, Herrn May und Frau Schlenvoigt, Religionsunterricht in vorbereiteter Umgebung zu erfahren. Das Bibeldorf gilt als ein außerschulischer Lernort, welcher praxisorientiert die damaligen Lebensbedingungen aus biblischen Erzählungen lebendig werden lässt. Für die Kinder stand das Projekt 'Dem Alltagsleben auf der Spur' auf dem Programm.

Zunächst erfuhren die Schüler und Schülerinnen die Entdeckung biblischer Lebenswelten anhand eines Modells einer Ausgrabungsstätte in Originalgröße, wo durch die fachkundigen Projektleiter alle aufkommenden Fragen beantwortet werden konnten. Auch bei der Seilmacherin, der Kräuterfrau, dem Zimmermann und beim Mehl mahlen konnten die insgesamt drei Gruppen (unterteilt nach Klassen) sich ganzheitlich, d.h. mit Körpereinsatz und allen Sinnen, Hören und Handeln einbringen. Es wurde auf der Hobelbank gehobelt, dass die Späne flogen, gesägt und gebohrt. Es wurde mit dem Mörser gearbeitet, so dass sich die Luft in der kleinen Kräuterhütte mit dem wohligen Kräuterduft füllte. Es wurde ein Seil geknüpft, welches anschließend durch einen kleinen Tauziehwettbewerb qualitativ getestet werden konnte. Die Ergebnisse ihrer Arbeit: Hammer, Mehl, Seil und Kräutersalz - durften auch mitgenommen werden.

Zwischendurch wurde den Projektgruppen zur Stärkung in einer schattigen Lehmhütte Wasser, Fladenbrot und ein schmackhafter Honig-Senf Dip zur Stärkung gereicht, worüber sich alle sehr freuten. Den Kindern wurde erklärt, wie man ohne Besteck hygienisch essen kann, indem man immer nur ein kleines Stück des Fladenbrotes verwendet. Abschließend lernten die Kinder in einem Beduinenzelt noch, wie man sich nachts in der Wüste lagerte, um tödliche Skorpionstiche zu vermeiden. Und sie erfuhren darüber hinaus, wie sich ein gläubiger Jude kleidet und betet. Sehr zur Freude der Mitschüler und Mitschülerinnen wurden zur besseren Veranschaulichung jeweils Kinder entsprechend eingekleidet.

Insgesamt lässt sich das Fazit ziehen, dass die praktische Einbeziehung und das eigene Erarbeiten verschiedener Produktionsabläufe den Schülerinnen und Schülern die biblische Lebenswelt veranschaulicht und um einiges näher gebracht hat. Diese Eindrücke werden nach und nach im jeweiligen Religionsunterricht der einzelnen Klassen vertiefend aufgegriffen werden.

Sabine Schlenvoigt